
Hamm erfindet seine Innenstadt neu
Veröffentlicht am 14. Oktober 2026
Der Rat der Stadt Hamm hat den Zukunftsplan Innenstadt 2040 beschlossen. Mit 16 Maßnahmen und einem Gesamtvolumen von rund 31,4 Millionen Euro soll unsere Innenstadt grüner, familienfreundlicher und schöner werden. Grundlage ist ein parteiübergreifender Konsens von SPD, CDU, Grünen, Volt und FDP. Gemeinsam wollen wir den Wandel unserer Innenstadt langfristig gestalten.
Wie soll unsere Innenstadt in zwanzig, dreißig oder fünfzig Jahren aussehen? Mit dieser Frage hat sich der Rat der Stadt Hamm in seiner Sitzung am 13. Oktober beschäftigt – und eine wichtige Entscheidung für die Zukunft unserer Stadt getroffen: Mit dem Beschluss des Zukunftsplans Innenstadt 2040 steht der Rahmen für die weitere Entwicklung unserer Innenstadt. Für unseren Fraktionsvorsitzenden Justus Moor MdL geht es dabei um mehr als einzelne Bauprojekte. In seiner Rede vor dem Rat erinnerte er daran, dass Entscheidungen dieser Größenordnung weit über eine Wahlperiode hinauswirken. Sie prägen, wie Menschen in Zukunft in Hamm leben, arbeiten und ihre Freizeit verbringen.

„Wir tun es nicht für uns und auch nicht für die nächste Wahl. Wir tun es für die Menschen, die in zwanzig, dreißig oder fünfzig Jahren durch diese Innenstadt gehen werden.“
Mehr Platz für Menschen, mehr Grün und neue Aufenthaltsqualität
Der Zukunftsplan umfasst 16 Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen von rund 31,4 Millionen Euro. Dafür sollen Fördermittel von Bund und Land beantragt werden. Die Umsetzung ist über einen Zeitraum von zehn Jahren vorgesehen. Im Mittelpunkt steht eine Innenstadt, in der Menschen sich gerne aufhalten, begegnen und ihre Freizeit verbringen. Dafür sollen mehr Grünflächen und attraktive Aufenthaltsbereiche entstehen. Ein wichtiger Baustein ist die Weiterentwicklung des Santa-Monica-Platzes. Wo heute große Flächen zum Parken genutzt werden, sollen künftig mehr Grün, öffentliche Aufenthaltsflächen und ein großer Spielplatz Platz finden. Auch Gastronomie und weitere Nutzungen sind vorgesehen. Die Erreichbarkeit der Innenstadt bleibt dabei wichtig: Parkmöglichkeiten sollen weiterhin in ausreichender Zahl vorhanden sein, künftig aber stärker gebündelt werden.
Der Zukunftsplan gibt dabei die Richtung vor. Die konkreten Maßnahmen werden im weiteren Verlauf einzeln geplant und dem Rat erneut zur Entscheidung vorgelegt. Der Beschluss ist damit ein wichtiger Schritt, die Umsetzung der einzelnen Projekte folgt schrittweise.
Ein gemeinsamer Weg für die Innenstadt
Besonders wichtig ist uns, dass dieser Weg auf einer breiten politischen Grundlage steht. Mit dem Innenstadtkonsens haben SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen, Volt und FDP vereinbart, die Entwicklung der Innenstadt gemeinsam voranzubringen. Ein Umbau dieser Größenordnung dauert länger als eine Wahlperiode. Deshalb braucht es Verlässlichkeit. Für die Menschen, die hier leben, genauso wie für Händlerinnen und Händler, Gastronomie und Unternehmen, die in unserer Innenstadt investieren.

Der Konsens bedeutet nicht, dass alle politischen Unterschiede verschwinden. Er zeigt aber, dass bei einer so wichtigen Zukunftsaufgabe Zusammenarbeit möglich ist. Justus Moor dankte in seiner Rede ausdrücklich den politischen Partnern, insbesondere auch der CDU, für ihre Bereitschaft, die Innenstadtentwicklung über die Grenzen von Koalition und Opposition hinweg gemeinsam zu tragen.
Auch die Beteiligung der Stadtgesellschaft war ein wichtiger Bestandteil der Erarbeitung: Mehr als 2.500 Menschen haben sich in den vergangenen Monaten an der Entwicklung der Pläne beteiligt. Der Zukunftsplan ist damit nicht einfach ein Konzept aus dem Rathaus, sondern soll die Vorstellungen und Bedürfnisse der Menschen in Hamm aufgreifen.
Die vollständige Rede von Justus Moor zum Zukunftsplan Innenstadt und zum Innenstadtkonsens kannst du hier nachlesen.
Weitere Themen aus der Ratssitzung
Neben der Zukunft unserer Innenstadt hat der Rat weitere wichtige Themen beraten und auf den Weg gebracht. Dazu gehören der Antrag „Stadt der Seepferdchen“, mit dem jedes Kind in Hamm bis spätestens zum Ende der Grundschulzeit schwimmen lernen soll, sowie das geplante Werkquartier im CreativRevier Heinrich Robert, das neue Perspektiven für das heimische Handwerk schaffen soll. Außerdem haben die Frauen der demokratischen Ratsfraktionen gemeinsam ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen gesetzt: In allen sieben Hammer Stadtbezirken sollen künftig orangefarbene Bänke auf das Thema aufmerksam machen und über einen QR-Code den Zugang zu Hilfsangeboten erleichtern.